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Durch die Fjordgebiete

Donnerstag, 20.7.2023

Ich konnte es gestern Abend natürlich doch nicht lassen und bin den Litlefjellet schon hochgekrabbelt.😇 Hier ziehen ordentlich die Wolken durch und ich bin gespannt, ob ich oben überhaupt etwas sehen kann. Als ich dort ankomme, habe ich genau 2 Minuten Glück und kann das komplette Tal unten und die Trollwand sehen. Die Kulisse ändert sich ständig: mal ist es komplett zugezogen, dann klart es wieder ein bisschen auf, dann stehe ich auf einmal über den Wolken – echt herrlich. Ich liebe dieses Wolkenspiel.🥰 Es ist übrigens die ganze Zeit am regnen und wir haben hier oben schlappe 8°. Nur um diese Herrlichkeit mal ein bisschen zu entschärfen.😂


Es hat die ganze Nacht geregnet. Morgens kommt unglaublicherweise ab und zu mal die Sonne raus.😎 Ich genieße noch die Ruhe hier in diesem Tal, bevor ich mich auf die absolute Touristrecke stürze.


Als erstes geht es nach Åndalsnes. Åndalsnes ist quasi die Wanderhauptstadt Norwegens. Hier sind so viele geile Berge und Gipfel drumherum, dass man sich totwandern kann. Aber die Wolken hängen immer noch tief und es lohnt sich nicht wirklich da oben raufzugehen. Wir waren vor drei Jahren auf dem Rampestreken und die Aussicht von da oben ist wirklich phänomenal. Aber dafür ist hier heute Streetfood-Markt und ich kann mir mal wieder schön den Bauch vollschlagen.😋


Dann erstmal gucken, ob es diese geile Schaukel auf dem Campingplatz noch gibt. Yes, gibt es. Also erstmal eine Runde schaukeln.😊 Dann geht’s weiter zur Trollwand, die sich leider auch noch ordentlich in den Wolken versteckt. Es ist eine 1000 m hohe, steil abfallende Felswand, die echt beeindruckend ist. Überhaupt ist die Fahrt hier durch das Romsdal echt der Hammer, weil das Tal ganz eng und die Berge links und rechts ganz hoch sind.


Auf zum nächsten Touri-Hotspot, dem Trollstigen. Unterwegs biege ich nochmal in eine Nebenstraße ein und entdecke sooo einen idyllischen Ort. Die Hauptstraße ist quasi direkt nebenan und ich sitze hier am reißenden grünen Fluss mit Felsen und einem Ruderboot im Wasser und dem Blick auf die Trollwand.🤩


Der Trollstigen ist eine wirklich beeindruckende Passstraße, die sich durch elf Haarnadelkurven über steile Bergabhänge hinunter ins Romsdalen windet. Ich fahre sie rauf und während ich oben auf der Aussichtsplattform das Panorama genieße, bricht unten auf der Straße das Chaos aus. Zwei von diesen weißen Riesenwohnmobilen schieben sich auf dieser engen Straße Millimeter für Millimeter aneinander vorbei, dahinter Riesenschlangen und wildes Gestikulieren. Nach 15 Minuten haben sie es endlich geschafft und die ganze Aussichtsplattform applaudiert. Für den einen Wohnmobilfahrer wiederholt sich das Szenario auf dem Weg nach oben noch dreimal. Der wird den Trollstigen vermutlich so schnell nicht wieder fahren …😂 Ich könnte hier oben Ewigkeiten stehen und mir das angucken.


Die Landschaft rund um den Trollstigen und auch die weitere Fahrt Richtung Geiranger ist einfach gewaltig und unfassbar schön. Oben am Fjord halte ich nur mal kurz am Aussichtspunkt, denn ich habe für heute ein bestimmtes Ziel, wo ich übernachten möchte. Der Geiranger-Fjord ist schon mega beeindruckend. Jörg und ich haben hier 2020, im ersten Coronajahr, unten direkt am Fjord ein paar Tage gezeltet, sind mit dem Kajak den Fjord abgefahren und es war einfach nur der Hammer. Vor allem auch, weil weder Kreuzfahrtschiffe noch Busse und auch sonst kaum Touris unterwegs waren. So leer wird man den Geiranger-Fjord vermutlich nie wieder erleben. In dieser Hinsicht war die Coronazeit echt klasse.


Wie erwartet, ist es hier überall brechend voll. Ich fahre direkt durch Geiranger durch, um oben auf dem Pass zu übernachten. Auch so ein Traum, den ich mir heute erfüllen werde. Es geht mal wieder in zig Haarnadelkurven hoch, bestimmt 600 Höhenmeter durch dichten Nebel und oben klart sich auf einmal alles auf. Wenn wir hier jetzt Mitternachtssonne hätten …😇












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