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Traumwanderung bei Traumwetter

Updated: May 10

Mittwoch, 3.5.2023

Die erste Nacht im Camper war durchwachsen. Ich muss mich erst mal eingewöhnen und außerdem haben wir in den nächsten Tagen Vollmond. Alles klar?! Momentan wird es hier gegen 22:00 Uhr dunkel und um 2:00 Uhr dämmert es schon wieder. Um 4:00 Uhr ist es taghell und ich bin ebenfalls hellwach. Draußen sind -2°, eine herrlich klare Luft, Totenstille und knallblauer Himmel. Ich versuche mich zu zügeln und lege mich noch mal hin. Klappt natürlich nicht. Die Hummeln im Mors sind stärker. Also, schnell alles zusammen gepackt und los geht's. Ich war gestern auf einem Pass und hatte mir noch gedacht: was für eine Aussicht muss man von hier haben, wenn das Wetter gut ist…😊


Ich überquere den Pass und will unbedingt sehen, wie es bei dem Traumwetter unten aussieht. Man hat hier einen Blick über noch braune Graslandschaft, dahinter der schwarze Strand, dann das blaue Meer und schließlich die weiß bedeckten Berge – ein Traum! Um diese Uhrzeit bin ich natürlich mal wieder ganz alleine unterwegs und ich liebe es. Nur die Vögel machen ordentlich Lärm. Mit der Vogelwelt hier muss ich mich noch mal beschäftigen. Da kommen Töne, die ich vorher noch nie gehört habe…

Ich entdecke einen Wanderweg Richtung Meer. Genau das habe ich gesucht, los geht's. An der Tafel stehen leider weder Entfernung noch Zeit und ich dackel einfach mal los. Aus den geplanten 1 bis 2 Stunden sind dann letztendlich 4 geworden. Vielleicht hätte ich vorher mal was frühstücken sollen …😂 Aber es hat sich auf jeden Fall jede Sekunde gelohnt. Allein der ständige Anblick der schneebedeckten Berge – unbezahlbar. Ich gehe immer an einem Fluss entlang, wo Massen an Treibholz liegen. Am liebsten würde ich alles direkt einpacken. Irgendwann komme ich am schwarzen Strand an und es so unfassbar schön hier. Guckt euch einfach die Fotos unten an.

Zurück am Camper, gibt es erst mal was zu futtern, ich fahre mein Aufstelldach hoch und schlafe erst mal eine Runde. Echt Luxus, sein Hotel immer dabei zu haben.😊 Ich entscheide, wieder am gleichen Campingplatz zu übernachten, da die Gegend dort echt ein Traum ist. Auf dem Weg dorthin fahre ich auch mal ein bisschen landeinwärts, wo sonst vermutlich kein Touri hin kommt. Fakt ist, die Leute sind hier größtenteils echt arm und so sieht es hier auch aus. Die Häuser irgendwie zusammen geflickt, viele Ruinen, zerzauste Tiere, ... Das ist halt die Kehrseite der Medaille. So schön es hier landschaftlich ist, wovon soll man hier in der Pampa auch leben? Sicherlich auch ein Grund dafür, dass der Tourismus auf Island so extrem gepusht wird.











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