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In einer anderen Welt

Updated: May 9, 2023

Montag, 8.5.2023

Ich schwelge immer noch in Erinnerungen an gestern und könnte mich tot freuen, dass ich so viele Wale gesehen habe.😊💃🥳


Ich bin gestern Abend noch ein paar Kilometer weiter zum See Mývatn gefahren. Hier erwartet mich aktives Vulkangebiet und schon der Weg dahin lässt einiges erahnen. Dort angekommen hat man das Gefühl, der Vulkan ist gerade erst vor ein paar Wochen ausgebrochen. Überall liegen kreuz und quer die schönsten Stein- und Lavaformationen. Es ist super Wetter und ich nutze den Abend noch, um die Gegend zu erkunden. Überall ist es am brodeln und Dampf steigt auf. Hier ist wirklich ordentlich was in Bewegung – komisches Gefühl. Gegen 22:00 Uhr rolle ich auf den Campingplatz und falle tot ins Bett.


Meine innere Uhr hat sich jetzt anscheinend an die Zeitumstellung gewöhnt und ich wache erst um 6:00 statt um 4:00 Uhr Uhr auf.😇 Die Hummeln im Mors sind wieder da und ich düse direkt los Richtung Kraflaregion, wo man einen Vulkan umrunden kann. Als erstes stoße ich jedoch auf die Hot Spring Shower, einer Dusche, die von den heißen Quellen gespeist wird. Ist klar, dass ich mich da erst mal drunter stelle, oder? Geil, morgens um 6:30 Uhr bei 4° Lufttemperatur steht Kerstin mitten im Vulkangebiet nackt und duscht.😂


Dann kann es ja weitergehen. Ich umrunde den Vulkan und die Gegend hier ist wirklich beeindruckend und irgendwie völlig surreal. Das Wasser im Vulkan ist leider noch gefroren, normalerweise leuchtet es türkis. Hier wechseln sich aber auch so die Farben ab. Grün, rot, gelb, im Hintergrund die schwarz-weißen Berge und noch weiter hinten sieht man sogar den Gletscher. Wie muss das hier erst alles im Sommer leuchten?


Nächster Stop ist Hverir, ein Geothermalgebiet direkt an der Ringstraße. Man kommt hier ganz dicht an die blubbernde Erde heran und überall tritt Schwefeldampf aus. Wer es noch nie gerochen hat, stelle sich einfach verfaulte Eier vor.😬 Wobei, so schlimm finde ich den Geruch hier gar nicht. Das habe ich aus dem Vulkangebiet auf Neuseeland ganz anders in Erinnerung. Auf jeden Fall ist es mal wieder total beeindruckend, auch das Farbenspiel, was hier vorherscht.


Ich habe mir überlegt, mir heute doch mal ein Thermalbad zu gönnen. Leider macht das Myvatn Naturbad erst mittags auf. Dann kann ich ja auch noch eine Wanderung machen und fahre ins Lavagebiet Dimmuborgir. Wow, schon von oben echt beeindruckend. Also, nichts wie rein da und mitten durch die schönsten Formationen wandern. Ich sitze hier Ewigkeiten und gucke mir das Ganze an und genieße die Ruhe, nachdem ich vier in einer Tour quatschende Franzosen abgehängt habe. Die Steinformationen des Lavafelds sind total bizarr geformt und erinnern an verfallene Ruinen von Burgen und Türmen. In der isländischen Mythologie wird Dimmuborgir übrigens als Unterkunftsort von Elfen und Trollen gesehen.😉


Für alle Filmbegeisterten: In dieser Ecke wurden viele Szenen aus Game of Thrones und Herr der Ringe gedreht.


12:00 Uhr, Zeit fürs Baden. Ich will möglichst früh hin, um die späteren Tourimassen zu umgehen. Das, was die Blaue Lagune im Süden ist, ist hier im Norden das Mývatn Naturbad - teuer, voll, aber superschön. Also ab ins warme Schwefelbad. Das Wasser ist wirklich toll, leuchtet türkis und man hat von hier oben einen Blick über den See Mývatn und die umliegenden Vulkane. Ich chille mein Leben und entspanne meine Muskeln bis irgendwann die unvermeidliche Busladung Touristen kommt - in diesem Fall Holländer. Also raus aus dem großen Becken und rein in den 41° warmen Entspannungspool. Dort bin ich in der Sonne gerade schön am eindösen, als ich unter großem Geschrei von einer Horde Japanerinnen umringt werde. Zeit zu gehen…


Nach einem Mittagsschläfchen steuere ich langsam den nächsten Campingplatz an. Dort angekommen gibt es ihn leider nicht mehr. Also weiter. Auf dem Weg komme ich am Wasserfall Goðafoss vorbei - wieder mal sehr beeindruckend.


Ich biege jetzt einfach irgendwo ab, in der Hoffnung, dass ich da was nettes finde. Und ich werde belohnt. Erst geht es durch ein wunderschönes Tal, das von einem Fluss durchzogen wird und irgendwann kommt da tatsächlich ein Campingplatz. Als ich dort einchecke, guckt mich der Besitzer ziemlich irritiert an. Ist wohl noch nicht die Zeit zum Campen. Ich finde, es ist genau die richtige Zeit und ich hab mal wieder den ganzen Platz für mich alleine. Nach den ganzen Touristen am Mývatn eine echte Wohltat.











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