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Faröer in Sicht

Updated: May 5, 2023

Montag, 1.5.23

Die Nacht war mal wieder durchwachsen mit ordentlichem Geschaukel. Heute erreichen wir unseren Zwischenstopp, die Färöer Inseln und ich freue mich sehr, gleich mal wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Eigentlich hatte ich überlegt, hier eine Woche zu bleiben, aber die Versicherung des Bullis hätte hier nicht gegriffen, obwohl die Färöer zu Dänemark gehören. Muss man nicht verstehen, ist aber so. Ist aber alles halb so wild, so habe ich halt mehr Zeit für Island.


Um 7:30 Uhr legen wir in Tórshavn, der Hauptstadt der Färöer Inseln, an und können für einige Stunden von Bord gehen. Endlich mal wieder bewegen. Um diese Zeit ist hier natürlich der Hund begraben, macht aber nix. Ich dackel wie immer ohne genauen Plan los, lass mich dorthin treiben, wo es mir gefällt. Zuerst zur Festung, dann in den alten Teil Reyn, dann einfach mal den Berg hoch und gucken wie die Färöer so leben. Hier wird auf jeden Fall unendlich viel Holz verbaut. Ich frage mich, ob das wirklich Sinn macht bei den Wetterverhältnissen und einen Baum sucht man hier sowieso vergebens. Keine Ahnung, wo das alles herkommt. Wird dann wohl importier


Besonders im alten Stadtteil stößt man schnell auf die typischen Holzhäuser mit Grasdächern. Klein und urig sind sie. Das Wetter wechselt in einer Tour: Sonne, Wolken, Schnee, Wind sowieso. Irgendwann komme ich zum Strand und ein paar Wahnsinnige stürzen sich tatsächlich gerade mit einem Riesengeschrei in die Fluten. Zurück geht es am Hafen lang, immer mit Blick auf die farbigen Häuser.


Um 13:00 Uhr legt das Schiff wieder ab und ich erwarte jetzt auf jeden Fall ein Highlight, denn wir fahren auf dem weiteren Weg zwischen einigen Faröer Inseln durch. Tórshavn ist schön, aber das Highlight ist hier natürlich die Natur. Und was soll ich sagen: wow, wow, wow! Die Landschaft hier ist einfach nur mächtig und wahnsinnig beeindruckend. Es liegt noch einiger Schnee in höheren Lagen, das macht ganze noch kontrastreicher und schöner. Es ist monsterwindig und man kann sich an Deck kaum auf den Beinen halten. Hinter jeder Ecke wartet ein neues Highlight, das von ständig wechselnder Wetterstimmung in Szene gesetzt wird. Da schlägt das Fotografenherz definitiv höher. Als wir durch die Inseln durch sind, steht eine Frau neben mir und weint, weil es hier so unglaublich schön ist (habe ich mir tatsächlich nicht ausgedacht, war wirklich so).


Kaum bin ich wieder in der Kabine, geht das Geschaukel wieder so richtig los. Im Autodeck gehen ständig irgendwelche Alarmanlagen an. Bin gespannt, was mich dort morgen erwartet. Auf jeden Fall bin ich sehr froh, das Schiff verlassen zu können. Eine Seefrau wird aus mir definitiv nicht mehr. Als Fazit dieser Anreise waren die drei Tage auf hoher See trotzdem perfekt, um ein paar Dinge aus dem Alltag noch mal sacken zu lassen, ohne Handy- und Internetempfang so richtig runter zu kommen und absolut bereit für neue Abenteuer zu sein.🥳











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